Das Institut für Photonik der Leibniz Universität Hannover wurde im Herbst 2020 gegründet. Es verfolgt die Forschung und Lehre auf dem wachsenden interdisziplinaren Fachgebiets der Photonik. Das Institut für Photonik befasst sich mit Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Erforschung photonischer Systeme und Effekte, sowohl durch experimentelle als auch numerisch/theoretische Methoden. Die Forschung erstreckt sich vom Studieren neuer photonischer Phänomene bis hin zu dem Design von optischen faserbasierten sowie integrierten Systemen und photonischen Nanostrukturen. Hierbei werden Effekte und Strukturen berücksichtigt, die sich in der Größenordnung der Wellenlänge des Lichts abspielen/befinden. Ein weiterer Fokus der Forschung besteht auf der Anwendung dieser neuartigen Systeme in z.B. Sensorik und Informationsverarbeitung.
Zurzeit gehören dem Institut drei Professuren an. Prof. Xiaoying Zhuang beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von maschinellen Lernverfahren und der numerischen Mechanik um neuartige Nanostrukturen, Metamaterialien und photonische Systeme zu berechnen und gestalten. Prof. Dr. Michael Kues beschäftigt sich mit der Erforschung von photonischen Quantensystemen mit einem Fokus auf Technologieentwicklung. Beispiele sind die Umsetzung von quantenverbesserten Messmethoden, z.B. Auflösungsverbesserung, und die Realisierung von Quanteninformationsverarbeitungssystemen, z.B. die Implementierung von Optimierungsalgorithmen. Prof. Birgit Stiller beschäftigt sich mit der Wechselwirkung von Lichtwellen mit Schallwellen. Diese Forschung führt zu neuen Arten der Datenverarbeitung mit Schallwellen, zu Anwendungen für sichere Quantenkommunikation und zu Speicherung von Lichtinformationen. Alle drei Professoruren sind mit einem ERC-Starting Grant ausgezeichnet und institutsweit, national und international bestens vernetzt. Das Institut ist maßgeblich am Exzellenzcluster „PhoenixD“ beteiligt und hat Kollaborationen mit Universitäten in Deutschland (z.B. KIT, Ruhr-Universität Bochum, Universität Leipzig), und mit Forschungsinstitutionen weltweit (z.B. Glasgow University, Aarhus University).